Der Morgennebel an der Weser zieht schon früh auf. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein – das erfreut das Flößerherz.
Der Wasserpegel der Weser ist in der Nacht deutlich angestiegen, aber unsere Festmacher und Seile haben gehalten. Der hohe Wasserstand ist von Vorteil: Jetzt können wir auf der Welle fahren und brauchen keinen Motor.
Schon bald haben wir das AKW von Grohnde hinter uns. Auf den fetten Wiesen grasen die Schafe und lassen sich von unserem Floß nicht stören.
In der Rattenfänger-Stadt Hameln fahren wir in die alte Schleuse ein. Die hohen Backsteinmauern sind sicher 100 Jahre alt, aber die Anlage ist voll funktionsfähig. Schon bald wird das Schleusentor wieder geöffnet und die Ampel schaltet auf Grün – die Ausfahrt ist frei.
Die Weser windet sich mal links dann rechts und mit flottem Tempo erreichen wir unser Ziel in Rinteln mit seiner historischen Altstadt. Am „Bodega Beach“ machen wir fest und genießen unser Anleger Bier in der Sonne.
Otto Schinle






