12.07.2026 Schiltacher Flößer beim Wald-Holz-Flößertag in Gengenbach

Zum zweiten Mal beteiligen sich die „Schiltacher Flößer“ beim Wald-Holz-Flößertag am So.12. 07. 2026 in Gengenbach, dieses Mal gleich mit zwei unterschiedlichen Flößen, wie sie Früher im Kinzigtal üblich waren. Zum Einsatz kam ein sogenanntes „Katzenfloß“ best. aus 12 Stämmen mit 10 Metern Länge und zwei Rudern,hierauf war während der Floßfahrt eine Abordnung der Lehengerichter Trachtenkapelle und Vertreter der örtlichen Kommunalpolitik untergebracht.

Das zweite Floß war ein sogenanntes Kinzigtäler „Gestörfloß“,bestehend aus 7 Gestören mit einer Länge von ca. 70 Meter und einer Breite von 3,5 Metern. Dieses Floß entsprach in der Größe annähernd den Flößen wie sie früher, über Jahrhunderte, vom oberen Kinzigtal bis hinunter an den Rhein fuhren. Beide Flöße zusammen bestanden aus ca.100 Stämmen, aus den Wäldern des oberen Kinzigtals.

Gebaut wurden die Flöße nach historischen Vorgaben, gebunden mit den sog. „Wieden“ (gedrehte Haselnussstangen) wie sie die Schiltacher Flößer noch selber herstellen.

Aufgrund der extremen Niedrigwasserabflüsse, mussten die Flöße im Staubereich auf Höhe der Ortschaft Schwaibach zusammengebaut werden. Das am Vortag von den Flößern gebaute „Gestörfloß“ zählt wohl zu den größten neuzeitlich gebauten Flößen auf der Kinzig.

Auch mit Blick auf die Strukturmaßen, die an der Kinzig in den kommenden Jahren geplant sind, war es den Flößern wichtig, ein Floß in annähernd Originalgröße zu bauen, so der Floßmeister der Schiltacher Flößer, Thomas Kipp.    

Pünktlich um 15:00 Uhr, fuhren die Flöße unter Beteiligung vieler Zuschauer und der musikalischen Begleitung der Trachtenkapelle Lehengericht in den Festbereich beim Flößermusen ein und machten am Kinzigufer fest. Natürlich spielte die Kapelle dabei auch das „Badnerlied“.

Schon lange bestehen gute Beziehungen zur Stadt Gengenbach und den Mitgliedern des örtlichen Wald- Holz-Flößermuseums. Umso herzlicher war der Empfang der Flößer am Ufer der Kinzig. Wohl nicht das letzte Mal, war man sich bei den Flößern einig. 

15.07.2026 Thomas Kipp   

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