Terminankündigung Vortrag 25.09.2019 um 18:00 Uhr, Festhalle Schenkenzell

Eröffnung der Flößerwoche 2019
Vorstellung der Studie „Kulturgeschichtliche Bedeutung der historischen Holzbringungsanlagen im Gebiet von Kinzig und Wolf“

Von Willy Schoch

Schenkenzell

Über Jahrhunderte wurde in der waldreichen Gegend des oberen Kinzig- und Wolftales Holz geschlagen und nach Straßburg, in das Rheinland und nach den Niederlanden verkauft und geflößt.

Der Weg des Holzes, vom Fällen, über das Riesen des Holzes zu den Floßweihern und das Flößen der Holländerstämme über die kleinen Gebirgsbäche zur Kinzig und Richtung Rhein war recht aufwändig und zur damaligen Zeit doch technisch sehr ausgereift.

Es gibt heute noch vereinzelt Relikte aus dieser Flößerzeit.
Riesen aus Stein, Spannstätten, bachbegleitende, mit Trockenmauern gestützte Wege, Uferverbauungen, Reste von Querbauwerken und Sohlenverbauungen sowie etliche mehr oder minder gut erhaltene Staumauern der Floßweiher.

Auf Initiative des „Schiltacher Flößer e.V.“ und des Historischen Vereins Schiltach/Schenkenzell wurde 2016 eine Studie zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der historischen Holzbringungsanlagen im Gebiet der oberen Kinzig, der Wolf, der Schiltach und der Reinerzau in Auftrag gegeben.
Finanziert wurde diese Studie durch den Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord und den beteiligten Städten und Gemeinden im Untersuchungsgebiet.

Das Ergebnis der hervorragenden, wissenschaftlichen Arbeit durch das Institut für Landespflege in Freiburg liegt nun vor. Professor Werner Konold wird als Projektleiter anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Flößerwoche die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchungen im Rahmen eines Vortrages, illustriert mit vielen Bildern, am Mittwoch, 25. September 2019 um 18 Uhr in der Festhalle in Schenkenzell, vorstellen.
Eingeladen sind alle Interessierten der ganzen Region. Der Eintritt ist frei.
Das untersuchte Gebiet umfasst etwa 637 Kilometer Gewässerstrecken,
Hierbei wurden alle Relikte der Holzbringung kartographisch aufgenommen und in ihrem Zustand auch bewertet. Ergänzt wurden die Geländeerhebungen um Quellenstudien in Archiven, die interessante Aspekte zu Tage brachten. Die Studie soll dazu dienen, das Thema Flößerei und Holzbringung in einen größeren räumlichen und funktionalen Zusammenhang zu stellen, ergänzend zu den vielen Aktivitäten und Veröffentlichungen zum Flößereiwesen, so Professor Konold.

Foto: Willy Schoch
Floßweiher Rötenbächle/Reinerzau

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