Flößer-Kunstweg am Radweg Schramberg-Schiltach 10.2021

Es war ein langer Weg, vom Auffinden der Granitsteine im September 2015 in der Schiltach beim Schramberger Rappenweiher bis zum Flößer-Kunstweg Schramberg-Schiltach, der im Oktober 2021 eingeweiht wurde. 

Im Zuge der Renaturierung der Schiltach bargen die Schiltacher Flößer die hölzernen Reste der alten Wehranlagen und stießen dabei auf 9 Granit-Steintrommeln, jede etwa 1,5 Tonnen schwer,  die offenbar als Widerlager für das alte Rappenwehr gedient hatten.

Aus den alten Wehrhölzern und Steintrommeln sollten Kunstwerke gestaltet werden.

Die Schiltacher Künstlerin Beatrix Beck schuf daraus 3 Stein-Stahl-Skulpturen, die an die Flößerzeit erinnern und jetzt den Kunstweg markieren. 

An jeder Station erläutern Tafeln die historische Entwicklung von der einst vorherrschenden Waldwirtschaft mit der Flößerei, bis zur Industrialisierungund den Bau der Eisenbahn im Schiltachtal. Die Bilder und Texte stammen vom Flößer und Historiker Dr. Hans Harter. 

Viel Lob gab es bei der Einweihung von Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas und der Schramberger Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr für das große Engagement der Schiltacher Flößer. Diese hatten die Steine gerettet und auch beinahe am alten Platz wieder aufgestellt. 

Damit ist jetzt aber erst der Anfang gemacht: die Stellen sind gesetzt, es sollen noch weitere Werke bedeutender Künstler aus der Raumschaft  den Kunstweg bereichern. 

Kreisarchivar Bernhard Rüth sieht perspektivisch dazu auch eine Fortführung der Regio Kunstwege in Richtung Ortenau und in den Kreis Freudenstadt. 

Otto Schinle

25. Oktober 2021

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