Schiltacher Flößer richten 2028 den Dt. Flößertag in Schiltach aus
Am vergangenen Wochenende 03.-06. Sept. fand an der Werra in Wernshausen (Thüringen) der Deutsche Flößertag statt. Diese viertägige Tagung findet jedes Jahr in einem andern Flößerort in Deutschland statt. Von den ca.40 Flößervereinen und Gruppierungen aus ganz Deutschland, sind 25 Vereine mit 125 Mitgliedern angereist um das viertägige Programm des Flößervereins Wernshausen mit zu erleben. Vom Schiltacher Flößerverein waren sechs Teilnehmer dabei. Sie hatten ihr Quartier in der nahegelegenen Lutherstadt Schmalkalden. Das sie in der herausgeputzten Fachwerkstadt auch noch in dem Gebäude übernachteten wo einst Martin Luther Quartier hatte, war ein besonderes Erlebnis. Der eigentliche Austragungsort des Flößertags fand im Ortsteil Wernshausen statt der unmittelbar an der Werra liegt und auf der über Jahrhunderte Floßholz aus dem Thüringer Wald und der Röhn Richtung Hann. Münden und weiter Richtung Bremen ging. In Hann. Münden vereinigt sich die Werra mit der Fulda und wird zur Weser.
Nach einem ersten Wiedersehen und einer Vorstandsitzung am Donnerstag fand am Freitag die Mitgliederversammlung in der Werrahalle statt, neben Wahlen und sonstigen Berichten standen auch die Bewerbung Austragungsorte der nächsten Jahre auf dem Programm. Dem Antrag, den Deutschen Flößertag im Sep. 2028 in Schiltach auszurichten, wurde in der Mitgliederversammlung unter großem Jubel einstimmig zugestimmt. Somit kann der Schiltacher Flößerverein mit den Vorbereitungen für 2028 beginnen. Weitere Programmpunkte waren Fachvorträge, Ausstellungen, Stadtführungen, verschiedene Aktivitäten mit den Flößen an der Werra und natürlich gesellige Abende am Ufer der Werra und in derHalle. Ein Höhepunkt und somit der Abschluss am Sonntag,war ein Ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche von Schmalkalden, die Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden ist untrennbar mit Martin Luther und der Geschichte der Reformation verbunden. Sie gilt als einer der wichtigsten Schauplätze des Schmalkaldischen Bundes. Am 9. Februar 1537 hielt Martin Luther eine viel beachtete Predigt in der spätgotischen Hallenkirche. An der Säule, an der sich damals die Kanzel befand, erinnert heute ein steinernes Luther-Relief an dieses Ereignis.
Wieder gingen sehr gut vorbereitete und schöne Tage mit vielen Eindrücken zu Ende.
07.09.2026 Thomas Kipp



